Sicherheits-Check und seine Folgen
Wer eine Reise wagt kann immer was von dieser berichten. Besonders, wenn man mit dem Flugzeug in Länder fliegt die vor Terrorismus besonders “Angst” haben, bzw. bei denen es schon erfolgreiche Anschläge gegeben hat. Somit war ich auch nicht weiter verwundert, dass man meinen Rucksack etwas genauer unter die Lupe nehmen wollte. Wobei dabei nicht der Rucksack an sich das Problem war, sondern die vielen Elektrokabel und Ladegeräte die ich in diesem verwarte.
Wie mir die nette Dame mitteilte müsste man mal genauer in den Rucksack schauen, da man nichts gesehen hätte, als man den Rucksack durch das Röntgengerät geschoben hatte. Was lernen wir daraus? Zu viele Kleinteile über- und untereinander sind nicht gut für die Sicherheitsapparate und im Zweifel auch nicht für den Fluggast.
Somit musste ich alle Kabel aus dem Rucksack entfernen und dabei kam auch mein Blasebalg, den ich zur reinigung der Nikon Kamera mitgenommen hatte, zum Vorschein. Da dieser geformt war wie eine Rakete, wurde diesem Objekt gleich die volle Aufmerksamkeit geschenkt.
Da die Dame ein mehr als nur leicht verwundertes Gesicht machte und ich schon meinen Blasebalg in die Mülltonne wandern sah, warf ich gleich ein wofür man dieses Teil verwenden würde. Jedoch wollte die Skepsis nicht aus ihrem Gesicht weichen. Somit bot ich an, das Gerät an Ort und Stelle vorzuführen.
Dieses Angebot wurde jedoch nicht wargenommen, denn nach kurzer Unterredung mit dem Kollegen und der genauen Prüfung des Gegenstandes wurde dieser für dann doch Flugtauglich erklärt und ich konnte meine kompletten Habseligkeiten wieder einpacken und nach England fliegen. *puh*
Auf dem Rückflug habe ich dann den Blasebalg gleich in den Koffer gepackt, um nicht auch noch auf englischer Seite in Probleme zu laufen. Beim Sicherheits-Check auf englischer Seite viel einem gleich auf das man bis zum Flugzeug nur zwei mal seinen Pass porzeigen musste. Einmal um seine Tickets zu bekommen, das andere mal um in das Flugzeug einsteigen zu dürfen. Wobei das zweite Mal nicht wirklich als check zu verstehen ist. Man hatte seinen Ausweis in der Hand. Das war es dann auch schon.
Dafür wurde man in der Sichheitszone mehr kontrolliert, als auf der deutschen Seite. Man musste alles ablegen, Kürtel, Jacke, sogar die Schuhe mussten ausgezogen werden. Naja was tut man nicht alles für die Sicherheit. *hust*
Tags:Blasebalg, Check, England, Fluggast, Flugzeug, Ladegerät, Mülltonne, Nikon, Problem, Prüfung, Röntgengerät, Sicherheitsapparat, Terrorismus
















am 21. September 2008 um 14:23 Uhr.
Wobei das mit den Schuhen ja nur stichprobenartig nach dem eigentlich Sicherheitscheck vorkommt. Ich musste in den letzten 3 Jahren, bei 5 Flügen von Stansted aus NIE die Schuhe ausziehen, was wohl auch der Sicherheit des Personals geschuldet ist. DAS hätte nämlich ernsthaft für Terroralarm gesorgt
Allerdings hat es meine Begleitungen fast immer erwischt. Strange…
BTW: Hab mal ganz frech in Deinen Bildern auf Flickr rumkommentiert .-)
am 21. September 2008 um 16:57 Uhr.
Hm, was meinst du mit dem eigentlichen Sicherheitscheck? Ich musste die Schuhe ausziehen bevor meine Sachen und ich durch diesen Apparat mussten
.
Kommentare sind immer willkommen
am 22. September 2008 um 12:50 Uhr.
Ich war das letzte Mal Ende Juni in Stansted. Da war der Schuh-Check auf dem Weg nach den eigentlich Körper- und Gepäckchecks. Da wo der Durchgang etwas enger wird, kurz vor der Duty-free Halle!
am 23. September 2008 um 08:48 Uhr.
Ist immer wieder interessant wie unterschiedlich der Ablauf wohl in Abhängigkeit des aktuell arbeitenden Personals und dem jeweiligen Lad abläuft.
Mein letzter Aufenthalt in Jordanien war geprägt durch die Prüfung einer leeren Seite meines Reisepasses ….. die scheinen alleine mit unbedrucktem Papier schon genung über den Gast / Kunden zu wissen um jegliche weitere Prüfungen wegzulassen
Witzig natürlich wenn man dann wieder sieht wie exzessiv ich in Frankfurt als ankommender Gast geprüft wurde, der de facto relativ viel böses Material aus Jordanien hätte mitbringen können.
Irgendwie machen Sicherheitskontrollen doch erst ganzheitlich Sinn, nicht aber selektiv
am 26. Oktober 2008 um 11:37 Uhr.
Naja gut bei sovielen Kleinteilen würde mir als Sicherheitsbeamter auch ein wenig mulmig zumute werden
. Wir hatten mal ein Bügeleisen mit (frag mich nicht warum) und das gab schon genug Ärger.